Fotoclubreise – Hamburg ist immer eine Reise wert!

Tuff, tuff, tuff, die Eisenbahn, wer will mit nach Hamburg fahrn? Alleine fahren muss I nit, denn der Fotoclub fährt mit. Alle müssen früh aufstehn, um rechtzeitig am Zug zu stehn. Der fährt planmäßig um 7:04 ab Essen HBF.
So klingelt nun also irgendwann gegen 5:20 bei den meisten Mitreisenden der Wecker, glaube ich jedenfalls. Nach zügiger Morgentoilette und einem schnellen Frühstück geht es noch deutlich vor Sonnenaufgang los, zum Zug nach Hamburg.

Das Kinderlied geht so weiter: Hamburg ist `ne schöne Stadt, die ganz viel zu bieten hat. Und wer das nicht schon weiß, kann sich dort selbst überzeugen. Also, für zwei Tage ist Hamburg eigentlich viel zu groß. Zumal, wenn man vorhat zu fotografieren, entsprechend also zu Fuß unterwegs ist. Nach einem kurzen Fußweg, der Eroberung des Hotels und dem Verteilen des Gepäcks auf unsere Zimmer  treffen wir uns also unten vor dem Hotel und bilden Grüppchen nach den Interessen der Einzelnen.

Ich schließe mich der Gruppe in die Speicherstadt an. Dabei streifen wir den Rand der Hafencity mit dem „Spiegel-Haus“ und dem Landesstudio des ZDF und hangeln uns an den Fleeten durch die Speicherstadt.

Das auf jede Tchibo-Verpackung aufgedruckte „Schlösschen“ gehört dabei unter anderem zu den Zielen und „Sehenswürdigkeiten“. Trotz des recht späten Termines, immerhin haben wir Anfang Oktober, scheint die Sonne. Es lohnt sich, den Pullover in den Rucksack zu stecken. Direkt in der Sonne ist es schweißtreibend, im Schatten kann man gut sitzen.

Am Sandtorkai wimmelt es von Spaziergängern

Einige „Artisten“ spazieren auf den Begrenzungswällen der Magellan-Terrassen und vollbringen spannende Kunststückchen. Cafés und Straßenrestaurants sind gut gefüllt. In einer Bäckerei versorgen wir uns mit dem Nötigsten, damit der Magen Ruhe gibt.

Im Verlaufe des Nachmittags geht es wieder zurück zum Hotel, denn wir wollen zum Abendessen alle zusammen zu einem Italiener gehen. Der sitzt auch am Rande der Speicherstad, so dass man auf dem Rückweg noch abendliche Aufnahmen der Fleete machen kann, so man ein Stativ besitzt. Man kann sich aber auch manchmal eines leihen, um die eine oder andere Aufnahme zu machen. Der Rückweg zieht sich auf diese Weise dann aber doch deutlich in die Länge und die Gruppe kommt „tröpfchenweise“ im Hotel an.

Nach einem Nachttrunk begibt sich ins Bett, wer seinen Schönheitsschlaf braucht. Am nächsten Morgen heißt der Hund wieder Rühr. (Sagte meine Schwiegermutter  gerne, heißt: Früh aufstehen.)  Auf dem Plan steht ein Besuch der Elbphilharmonie. Und da ist frühe Ankunft ein großes Plus, wenn man nicht lange in den Schlangen vor dem Einlass vertrödeln möchte.

Die fantastische Elbphilharmonie

Wir erreichen die Elbphilharmonie noch zu rechter Zeit und ergattern unsere Eintrittskarten für die Aussichtsplattform. In kleinen Gruppen befördert uns eine Rolltreppe in unbekannte Höhen. Oben der erste Eindruck: Ein riesengroßes Loch am Ende des Ganges. Kein Geländer, keine rettende Balustrade, nichts. Gar nichts! Ich habe Höhenangst und bekomme Herzflattern. Nach kurzer Beobachtung die beruhigende Feststellung: alle, die dort unmittelbar am Abgrund stehen, sind durch eine riesige, gut geputzte und deshalb unsichtbare Scheibe vor dem Tod durch Abstürzen geschützt. Ich traue mich etwas näher ran, halte aber noch respektvoll Abstand. Man weiß ja nie… Die Aussicht ist aber von hier schon umwerfend!..

Weiter geht es aufwärts zur Aussichtsplattform, von der man auch eine tolle Sicht hat und man kann die Elbphi einmal vollständig umrunden. Nach einigen Anläufen klappt das auch bei mir ganz gut, nur für den Blick „in die Tiefe“ taste ich mich ganz vorsichtig ans Geländer, damit ich nicht herunterfalle.

Sowohl auf der Plattform außen als auch innen in der Elbphilharmonie gibt es interessante Ansichten und Aussichten. So wie hier im Bild der Blick auf das “Haus Sandtorkai 77”.

Nach etwa einer Stunde verlassen wir das Gebäude und starten von den Landungsbrücken mit der Fähre eine Tour nach Finkenwerder und zurück. Wir streifen fast die Hamburger Airbus-Werke. Finkenwerder ist Endpunkt der Fähre. Hier wird also eine kleine Pause eingelegt, dann geht’s weiter, besser gesagt: wieder zurück. Und wir können einen Blick auf die Containerschiffe im Containerhafen werfen.

Auf der Rückfahrt steigen wir beim Fähranleger „Dockland“ am Fischereihafen Altona aus, um das interessante Dockland-Gebäude anzusehen und zu besteigen.

Über eine Treppe kann man das schräg gebaute Gebäude bis zum Flachdach ersteigen und dort die Aussicht genießen. Hier im Bild ein Blick vom Festland unter dem Gebäude die Elbe abwärts in Richtung Norderelbe.
Wieder zurück an den Landungsbrücken finden wir eine Lokalität, die sich gewillt zeigt, uns mit Speisen und Getränken zu versorgen, Auch heute ist es wieder richtig heiß in der Sonne. Alle lechzen nach Getränk, Speise und Schatten.

Jetzt geht es auf Entdeckungsreise

Die Gruppe löst sich auf, Einzelentdeckungen sind angesagt. Als Stern-Leser interessiert mich das Verlagsgebäude von Gruner & Jahr. Aus entsprechendem Blickwinkel (etwa von der Michel-Wiese im Norden) hat man den Eindruck, ein dort vor Anker liegendes Kreuzfahrtschiff zu sehen. Aus der Nähe sieht es dann aber doch anders aus und ich finde einige interessante Ansichten für meine Foto-Sammlung.

An mehreren Fleeten vorbei treibt es uns weiter in Richtung Binnen-Alster. Am Hamburger Rathaus verlegen wir dann unsere Route Richtung Chile-Haus, das auch für interessante Bilder gut ist. Ich kenne das Haus dem Namen nach und von Fotos, hatte aber nicht gewusst, wie nah es doch zum Hauptbahnhof und zu unserem Hotel liegt.

Nun wird es aber auch Zeit, zurück zum Hotel zu finden. Unser Zug geht um 19:46 ab Hauptbahnhof Hamburg. Und der Zug wartet nicht! Es gilt noch Koffer zu packen, im Hotel auszuchecken und zum Bahnhof müssen wir auch noch laufen.

Nach glücklicher Zugfahrt erreichen wir planmäßig um kurz vor 22:00 Uhr den Essener Hauptbahnhof. Bei der Gelegenheit sei der Deutschen Bahn zu danken. Hinfahrt und Rückfahrt verliefen problemlos. Wir haben uns auch bestens die Zeit vertrieben, einige mit Unterhaltung, andere mit konzentrierter Ruhe (= schlafen). Alle aber zufrieden und glücklich.

Willkommen Daheim, Fotoclub!

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