Die Gründerzeitachrchitektur in Velbert-Mitte war das Thema des Fotowalks am 17. März. Mit acht Teilnehmern startete der Rundgang am Forum Velbert.

Erste Station des Fotowalks war direkt um die Ecke die Villa Herminghaus, die heute Teil des Schloss- und Beschlägemuseums in Velbert ist.
Die Villa Herminghaus wurde 1885 als Wohnhaus für den Fabrikanten Emil Herminghaus erbaut. Wo sich heute der Neubau des Schlossmuseums anschließt, befand sich ursprünglich direkt die Fabrik. Fotografisch interessant sind die vielen Details, wie das eiserne Balkongitter.
Außerdem kann man in den umliegenden Glasfassaden vielfältige Spiegelungen entdecken.

Der Spaziergang ging weiter durch die Sternbergstraße am Nordrand der Innenstadt. Im Gegensatz zu den freistehenden Villen ist die Straße geprägt von Wohnhäusern aus der Jahrhundertwende um 1900. Oft kombiniert mit Ladenlokalen im Erdgeschoss, Kleingewerbe im Hinterhogf under typischen Eckkneipe an der Straßenkreuzung.
Auch diese Bauten verfügen oft über reichhaltingen Fassadenschmuck. Da diesen Häusern lange kaum Aufmerksamkeit gewidtmet wurde, ist der Erhaltungszustand recht unterschiedlich. Erfreulicherweise wurden in den letzten Jahren doch einige Gebäude denkmalgerecht saniert.


Durch die Friedrichstraße, um 1900 noch uneingeschränkt die Hauptstraße durch Velbert, spazierten wir weiter.
An der Ecke zur Kolpingstraße krönt das Türmchen des ehemaligen Kaufhaus “Klute” das Eckgebäude. Alte Fotos auf den Telekomkästen zeigen die frühere Nutzung.
Zuletzte war dort eine Bankfiliale und ein Bäcker zu finden. Leider schon wieder ein Leerstand.
In der Friedrichstraße finden sich noch viele interessante Fassaden aus der Gründerzeit. Leider wurden die Erdgeschosse zugunsten großer Schaufenster überwiegend umgestaltet, daher muss man schon einmal nach oben schauen.


Unser Weg führte uns weiter an der Alten Kirche vorbei, zur Offerstraße.
Dort hat die Gesellschaft “Bürgerverein” 1909 ihr Vereishaus im Jugenstil errichten lassen. “Bürgerhaus” prangt auch heute noch in geschwungenen Lettern auf dem Gebäude.
Über eine mit Säulen geschmückte Außentreppe gelangt man zum Haupteingang, der zum großen Saal führt. Auch heute noch ein Tanzsaal.
Weiter in der Offerstraße kommen wir an einigen herrschaftlichen Villen vorbei.
Eine Besonderheit ist hier häufig die Ausführung als Doppelhausvilla.
Die Villen sind mit reichem Fassadenschmuck, vielen Erkern und Zerggiebeln ausgestattet. An der Blumenstraße setzt sich die Bebauung fort, sowohl mit freistehenden Villen als auch geschlossener Bebauung.
Mit einem Blick auf das Nikolaus-Ehlen-Gymnasium, gebaut 1906 als “Realporogymnasium”, wandern wir zurtück in die Friedrichstraße und beenden unseren Rundgang wieder am Europaplatz.
Der nächste Fotowalk wird bereits geplant, nähere Infos dazu bald auf diesen Seiten.

- Soweit das Auge reicht - 22. Februar 2026
- Fotowalk “Gründerzeit in Velbert” - 1. Februar 2026
- Wolfgang Tillmans - 7. Dezember 2025


